Köln - Laien verwechseln gelegentlich eine ernstzunehmende Verletzung mit Muskelkater. Ist der Muskelschmerz nach drei Tagen noch nicht weg, suchen Hobbysportler am besten einen Arzt auf.

Normalerweise ist ein leichter Muskelschmerz eine typische Reaktion des Körpers auf eine ungewohnte Belastung. Allerdings verschwimme die Grenze zwischen solch einer belastungsabhängigen positiven Anpassungsreaktion und einer Schädigung des Muskels oft, erläutert Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Deshalb ist ein Arztbesuch ratsam.

Bei einer Muskelverhärtung oder Zerrung ist der Schmerz auf einen Körperbereich begrenzt, der Sportler kann diesen Abschnitt nur eingeschränkt bewegen. Laut Froböse ist in den meisten Fällen dann aber keine längere Sportpause erforderlich. Nach drei bis fünf Tagen sei die Verletzung ausgeheilt. Bei einem Muskelfaserriss allerdings sei je nach Schwere mindestens eine 14-tägige Pause nötig.

Froböse rät aber auch davon ab, bei Muskelkater die schmerzenden Bereiche direkt wieder zu beanspruchen. Er empfiehlt, die Belastungen am besten zu verlagern. Wenn an einem Tag die Beine trainiert wurden, sollten am nächsten Tag zum Beispiel die Arme an der Reihe sein.