Düsseldorf - Erkältungen haben wieder einmal Hochsaison. Manch einer versucht, den lästigen Schnupfen in der Sauna auszuschwitzen. Das funktioniert aber nicht, sagt Lutz Hertel Vorsitzender des
Deutschen Wellness Verbandes. "Man beschleunigt höchstens, dass die Krankheit rauskommt", erklärt er. "Schneller wieder weg geht sie durch die Sauna aber nicht." Allerdings können regelmäßige Saunagänge, etwa ein- bis zweimal pro Woche, Erkältungen vorbeugen.


Bei erhöhter Temperatur ab 37,5 Grad sollte man die Sauna meiden. "Der Wechsel von heiß zu kalt bringt die autonome Regelung der Körpertemperatur durcheinander", betont Hertel. Auch mit Entzündungen oder offenen Wunden sollte man sich den Saunagang verkneifen. Bei Herzproblemen klären Betroffene am besten mit ihrem Arzt, ob die Sauna für sie infrage kommt.


Fettnäpfchen bei einer Erkältung
Erkältet zu sein, ist eigentlich schon schlimm genug. Zu allem Überfluss ekeln sich aber auch noch manche Mitmenschen vor vielen Gepflogenheiten der Betroffenen. Das ergab eine repräsentative GfK-Umfrage. Benutzte Taschentücher rumliegen lassen? Bloß nicht, wenn man es sich nicht mit seinen Mitmenschen verscherzen will: Davor ekeln sich 96,1 Prozent der Befragten. Zur Begrüßung die frisch vollgenieste oder vollgehustete Hand geben gilt den Befragten als genauso abstoßend (96 Prozent). Die Hand gar nicht vor den Mund halten ist aber keine Alternative - das können 91,4 Prozent nicht leiden.

Weitere No-Gos sind geräuschvolles Nasehochziehen (80,1 Prozent), Taschentücher mehrfach benutzen und wieder einstecken (60 Prozent) und demonstrativ lautes Husten (59,8 Prozent). Im Auftrag des Online-Portals der Zeitschrift "Apotheken Umschau" befragte die GfK in persönlichen Interviews 2051 Menschen ab 14 Jahren.