Berlin - Der Sommer ist nicht mehr weit - und manch einer fürchtet jetzt schon den ersten Sonnenbrand. In diesem Jahr soll es endlich mal ohne gehen. Also: Vorbräunen im Solarium. Das schützt vor Sonnenbrand, heißt es. Aber stimmt das eigentlich?

Nein, sagt Claas Ulrich, von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. "Selbst eine optimal gebräunte Haut entspricht höchstens einem Lichtschutzfaktor von vier bis sechs."

Außerdem sollten in Solarien im Optimalfall nur UVA-Strahlen verwendet werden. Sonnenbrand und auch Hautkrebs werden aber durch UVB-Strahlen verursacht. Als Abhärtung macht das Solarium also keinen Sinn. Stattdessen schadet jeder Besuch im Sonnenstudio der Haut. "Vorbräunen tun die meisten eher aus kosmetischen Gründen", vermutet Ulrich. Und das legitimiere man dann mit einem vermeintlich geringeren Sonnenbrandrisiko.

Und das Vorbräunen birgt noch eine weitere Gefahr: Dass man meint, besser gegen Sonnenbrand gewappnet zu sein und sich deshalb weniger schützt.