Henstedt-Ulzburg - Brille kaputt, Handy weg, Fenster kaputt: Viele sind froh, gegen solche Schäden versichert zu sein. Doch meist sind solche Policen nicht nur teuer, sondern auch völlig überflüssig. Fünf Versicherungen, die sich Verbraucher sparen können:

Verbraucher sollten sich nur gegen Schäden versichern, die sie existenziell bedrohen. "Alles, was man mit den eigenen finanziellen Mitteln noch wuppen kann, muss nicht zusätzlich abgesichert werden", erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Werden Verbraucher durch den Schaden nicht in finanzielle Nöte gestürzt, können sie sich die Versicherung sparen. Fünf meist unnötige Versicherungen im Überblick:

Handyversicherung:Verbraucher bekommen hier in der Regel nur den Zeitwert des Telefons ausgezahlt. "Bei der rasanten technischen Entwicklung kann das neue Telefon schon nach wenigen Monaten an Wert verlieren." Hinzu kommt nicht selten eine Selbstbeteiligung. Diebstahl ist bei den meisten Versicherungen gar nicht abgedeckt und muss für viel Geld zusätzlich versichert werden.


Sterbegeldversicherung: Viele Menschen möchten zu Lebzeiten für den Todesfall vorsorgen und sicherstellen, dass Angehörige nicht auf den Beerdigungskosten sitzenbleiben. Boss empfiehlt, statt einer Versicherung für diesen Fall einfach Geld zurückzulegen.


Glasbruchversicherung:Schäden am Fenster durch Hagel oder Sturm sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung bereits abgedeckt. Ein möglicher Schadensfall für eine Glasbruchversicherung ist, wenn beim Rasenmähen ein Stein in die Scheibe fliegt. "Und das ist unrealistisch", sagt Boss. Wer einen Wintergarten hat, könne über eine Glasbruchversicherung nachdenken.


Insassenunfallversicherung: Kommt der Beifahrer bei einem Unfall zu Schaden, ist das in der Regel über die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert. "Eine zusätzliche Insassenunfallversicherung ist daher völlig unnötig", erklärt Boss. Stattdessen rät sie jedem zu einer privaten Unfallversicherung, denn hier gilt der Schutz für Unfälle weltweit.


Brillenversicherung:Zerbricht die Brille, ist das zwar ärgerlich. "Aber ein neues Modell stürzt niemanden in eine existenzielle, finanzielle Krise", sagt Boss. Häufig bekommen Verbraucher von der Versicherung nicht den Originalwert der Brille ausgezahlt.