Fürth (dpa/tmn) - Zu Weihnachten wird es wieder auf dem ein oder anderen Wunschzettel auftauchen: das erste eigene Smartphone. Eltern hadern dann oft. Zu recht.

"Der Wunsch, ein Smartphone zu haben, kommt immer früher auf", erklärt Dana Urban von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Schließlich kriegen Kinder in ihrem Umfeld mit, wie wichtig das Smartphone geworden ist, und wollen dazugehören. Umso wichtiger ist es für Eltern, dazu eine eigene Haltung zu finden und zu klären: "Wie wollen wir damit umgehen?" Eine pauschale Altersempfehlung, ab wann Kinder ein Smartphone haben dürfen, ist nicht sinnvoll. Eltern sollten sich stattdessen fragen: "Ist mein Kind schon reif dafür? Kann es Gefahren erkennen? Hält es sich an vereinbarte Regeln?"

Denn bei aller Nützlichkeit von Smartphones gibt es auch Risiken: Es können hohe Kosten entstehen, Kinder müssen abschalten können und es aushalten, einmal nicht erreichbar zu sein. Wichtig ist es vor dem Kauf in der Familie bestimmte Regeln zu besprechen: etwa, keine privaten Bilder der Familie in sozialen Netzwerken zu posten. Wichtig ist auch die Frage, welche Bilder man von sich selbst im Netz haben möchte, wenn man sich später einmal bewirbt. "Eltern sollten hier von Beginn an wirklich sehr nah dran sein, sich interessieren und die Kinder auch aufklären", rät Urban. Außerdem brauchen Kinder beim Einrichten des Telefons und dem Herunterladen von Apps oft Unterstützung.