Berlin - Zum Welttag der Poesie an diesem Freitag sind Dichter aus sechs Ländern ins Bundeskanzleramt geladen.

"Ich habe vor, immer wieder einmal Künstler zu bitten, hier, in der Herzkammer der Macht, mit uns Politikern über Kultur zu diskutieren", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Sie werde sich dafür einsetzen, dass Lyrik in der Literaturförderung des Bundes deutlicher sichtbar werde. Im Kanzleramt erwartet werden András Gerevich (Ungarn), Dorothea Rosa Herliany (Indonesien), Steffen Popp (Deutschland), Chantal Neveu (Kanada), Ali Al Jallawi (Bahrain) und Antjie Krog (Südafrika).

Die UN-Kulturorganisation Unesco begeht seit 2000 am 21. März den Welttag der Poesie. Er soll an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und die Bedeutung mündlicher Überlieferungen erinnern. "Lyrik findet heute nicht mehr nur zwischen zwei Buchdeckeln statt", sagte Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission, vorab. "Sie hat längst die Grenzen ihres Genres überschritten. Poesie erscheint im Alltag als Twitternachricht, Songtext oder SMS."

Die zentrale Lesung zum Welttag organisiert die Literaturwerkstatt Berlin am Freitagabend in den Räumen der Stiftung Brandenburger Tor.