Berlin Mit "Black Neon" setzt der Amerikaner Tony ONeill die Geschichte um die beiden Junkies Randal und Jeffrey aus dem Roman "Sick City" fort. Ein Regisseur will der Glitzermetropole einen Spiegel vorhalten und engagiert die beiden, um Abgründe aus Sucht, Sex und Verbrechen zu entdecken.

Dieser Handlung, die durchaus Anklänge an Charles Bukowski zeigt, setzt ONeill eine moderne Krimihandlung gegenüber. Zwei Frauen versuchen, sich ihren persönlichen Traum von Freiheit mit Waffen zu erkämpfen. Allen Beteiligten gemein ist der Wille nach einem Leben frei von irgendwelchen Einschränkungen. Auf rund 400 eng beschriebenen, nicht nummerierten Seiten präsentiert ONeill eine schwer verdauliche tour de force in die Unterwelt der modernen Gesellschaft.

- Tony ONeill: Black Neon. Heyne Verlag, München, ca. 400 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-453-67663-3.