München - Im Jahr 1727 schlägt sich der Lebemann Tom Hawkins in London mit Glücksspiel und Gelegenheitsjobs durch. Schließlich kommt es, wie es kommen muss, und er landet im berüchtigten Schuldgefängnis Marshalsea.

Als der Mord an einem Gefangenen für Unruhe sorgt, erhält er den Auftrag, die Angelegenheit zu klären. Im Erfolgsfall will man ihn freilassen. Nach dem Mord an einem weiteren Schuldner setzt der Gefängnisleiter Hawkins ein Ultimatum. Tom erhält zwei Tage Zeit, andernfalls soll er selbst als Mörder gehenkt werden.

Antonia Hodgsons Debütroman "Das Teufelsloch" basiert auf dem Tagebuch eines Häftlings jener Zeit. Die grauenhaften Bedingungen im Marshalsea wirken daher ausgesprochen realistisch. Geschickt setzt sie außerdem Elemente des Schauerromans ein mit Spukerscheinungen, angedeuteten Geheimnissen und rätselhaften Beziehungen der Personen untereinander. Leser und Hauptfigur stochern im wahrsten Wortsinne im Londoner Nebel herum. Denn nichts ist das, als was es auf den ersten Blick zu sein scheint.

- Antonia Hodgson: Das Teufelsloch, Knaur Verlag, München, 496 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-426-65345-6.