München - Jeder Smartphone-Hersteller, der etwas auf sich hält, hat ein teures Spitzenmodell im Angebot, das sogenannte Flaggschiff. Meistens vergehen nur ein paar Monate, bis der Nachfolger in den Laden steht - und der Vorgänger deutlich günstiger wird.

Gute Smartphones gibt es schon für unter 200 Euro, sogenannte Flaggschiffe kosten aber locker das Doppelte. Dafür bieten die Spitzenmodelle von Herstellern wie Samsung, LG und HTC große Displays, leistungsstarke Prozessoren und viele Extras. Wer darauf nicht verzichten will, aber nicht ganz so viel Geld ausgeben will, kann zu etwas älteren Flaggschiffen greifen. Darauf weist die Zeitschrift "Connect" hin (Ausgabe 2/2015). Denn die sind oft alles andere als veraltet, gleichzeitig aber deutlich günstiger als die aktuelle Generation.

Vor dem Kauf sollten Verbraucher das Angebot aber deutlich prüfen - denn nicht jedes ehemalige Flaggschiff ist tatsächlich ein Schnäppchen. Das HTC One kostet den Angaben nach zum Beispiel noch immer rund 330 Euro und bietet dafür inzwischen kein gutes Verhältnis von Preis und Leistung mehr. Der Nachfolger One M8 ist mit rund 400 Euro nicht viel teurer und in einigen Punkten deutlich besser. Bei Sony habe sich beim Wechsel vom Xperia Z2 zum Z3 dagegen kaum etwas geändert, das den Preisaufschlag von 150 Euro rechtfertigt, so die Zeitschrift.

Bei anderen Geräten fällt das Urteil weniger klar aus: Bei den Modellen Galaxy S5 und S4 von Samsung sowie bei den LG-Flaggschiffen G2 und G3 kommt es vor allem auf die Präferenzen des Anwenders an. Das S5 hat zum Beispiel ein wasserdichtes Gehäuse und bessere Akkulaufzeit - hier müsse jeder Käufer selbst entscheiden, ob er dafür 170 Euro mehr bezahlen will.

Ein Sonderfall ist Apple. Denn der Vorgänger des iPhone 6, das kleinere 5s, ist zwar schon länger auf dem Markt, kostet aber trotzdem noch immer mehr als 500 Euro. Die Anschaffung lohnt sich daher vor allem für Nutzer, die gezielt auf der Suche nach einem kompakteren Smartphone sind.