Aschersleben (dpa) l In Aschersleben im Salzlandkreis geht an diesem Sonntag nach fast einem Jahr die zweite Ausstellung mit Werken des Künstlers Neo Rauch zu Ende. Zu der Schau, in der 21 Grafiken, 23 bisher unveröffentlichte Zeichnungen aus dem Privatbesitz des 53-Jährigen sowie zwei Leinwände zu sehen waren, kamen seit 17. März 2013 rund 4600 Besucher, wie Christiane Wisniewski von der Grafikstiftung Neo Rauch der Nachrichtenagentur dpa sagte. Mit "Neo Rauch. Das grafische Werk - Erster Teil" hatte die Trilogie im Juni 2012 begonnen. Dazu waren bereits bis zum 3. März 2013 etwa 5000 Menschen aus ganz Deutschland in die älteste Stadt Sachsen-Anhalts gekommen, hieß es.

"Die Eröffnung des dritten Ausstellungsteils ist auf den 24. Mai festgelegt", sagte Wisniewski. Auch dieser werde wieder knapp ein Jahr in Aschersleben gezeigt. Präsentiert würden Grafiken und Papierarbeiten. "Die Zeit dazwischen gestalten wir mit einem Sonderprogramm, das den Titel ,Bild und Buch` trägt", sagte Wisniewski. Vom 22. März an seien Grafiken des Künstlers zu sehen, die als Buchcover entworfen wurden.Rauch, der in Aschersleben bei seinen Großeltern aufwuchs, hatte der Stadt im Jahr 2010 ein großes Geschenk gemacht: Jeweils ein Exemplar der Auflage seines grafischen Werks seit 1993 ging an sie. Daraufhin wurde die Stiftung gegründet. Der international renommierte Künstler wolle auch von den noch entstehenden Grafiken jeweils ein Blatt in den Stiftungsbestand geben. Wisnieski zufolge betrifft das aus dem Vorjahr fünf Blätter.

Neo Rauch wurde am 18. April 1960 in Leipzig geboren. Weil seine Eltern früh starben, wuchs er bei den Großeltern in der Kleinstadt Aschersleben auf. Zum Studium kehrte Rauch an die Hochschule für Grafik und Buckkunst in seine Geburtsstadt zurück und war Meisterschüler des Malers und Grafikers Bernhard Heisig (1925-2011).