Berlin/Weimar (dpa). Öffentliche Ohrfeige für Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (SPD): Hellmut Seemann, den Matschie als Präsident der Klassik Stiftung Weimar loswerden wollte, ist erneut an die Spitze von Deutschlands zweitgrößter Kulturstiftung gewählt worden. Der Stiftungsrat sprach sich gestern einstimmig für den alten und neuen Präsidenten aus. Auch Matschie stimmte zu, nachdem der als Gegenkandidat vorgeschlagene Berliner Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp erklärt hatte, er stehe für das Amt nicht zur Verfügung.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) begrüßte die erneute Berufung Seemanns. Matschie hatte im vergangenen Herbst Seemanns Vertrag nach zehn Jahren nicht verlängert. Er warf dem Kulturmanager vor, der Stiftung zu wenig Strahlkraft verliehen zu haben.