Interviewerin Franziska Jobi ist seit einer Woche in Oschersleben unterwegs, um für den Zensus 2011 Haushalte in Oschersleben zu befragen. Ihrer Meinung nach stehen die Menschen der Volkszählung offen gegenüber. Die Erhebungsstelle für den alten Bördekreis befindet sich in Hadmersleben, besetzt mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Christiane Klare und Mitarbeiterin Lisa Hickele. 85 Interviewer sind derzeit für die Haushaltebefragungen im Einsatz.

Oschersleben. Franziska Jobi hat sich ihre Tätigkeit als Interviewerin für den Zensus 2011 weitaus schwieriger vorgestellt. Ausschließlich angenehme Erfahrungen habe sie in den seit Dienstag laufenden Befragungen gesammelt. "Die Leute öffnen anstandslos die Tür, ich stelle mich vor, stelle die Fragen und dann bin ich auch ganz schnell wieder weg", beschreibt die 23-jährige Studentin aus Halberstadt den bisherigen Verlauf. "Von der weit verbreiteten Skepsis gegenüber der Datenerhebung habe ich nichts gespürt." Die Leute seien maximal überrascht, wie unkompliziert das Prozedere vonstattengeht.

Franziska Jobi studiert Öffentliche Verwaltung an der Hochschule Harz und absolviert seit Februar bis Mitte Juni ein Praktikum bei der Stadt Oschersleben, wo sie auf die Interviewertätigkeit aufmerksam geworden ist. Bis zum Praktikumsende möchte sie ihre Befragungen in etwa 60 Haushalten in der Bodestadt beendet haben. Die Termine legt sie sich auf den Nachmittag, außerhalb der Arbeitszeiten.

Die Zensusstelle für den allten Bördekreis befindet sich im Bürgerbüro Hadmersleben. Dort werden Christiane Klare, stellvertretende Bürgermeisterin, und Lisa Hickele bis Mai nächsten Jahres mit dem Zensus beschäftigt sein. Bis jetzt gibt es 85 ehrenamtliche Interviewer. "Das sind jedoch noch zu wenig. Wir brauchen noch ungefähr 30 Leute", sagt Lisa Hickele. Wer möchte, könne sich gern in der Zensusstelle unter der Telefonnummer (03 94 08) 92 49 63 melden.

Die Erhebungsstelle Hadmersleben ist eine von insgesamt 37 in ganz Sachsen- Anhalt. Befragt werden landesweit zehn Prozent der Bevölkerung, etwa 240000 Personen. "Die Adressen dafür hat das statistische Landesamt stichprobenartig gefiltert", weiß Lisa Hickele. Inhaltlich geht es bei der Haushaltebefragung unter anderem um den Wohnungsstatus, Familienstand, Berufliche Situation und Staatsangehörigkeit.

Im Zensus 2011 erfolgt zugleich auch eine Gebäude- und Wohnungszählung. Diese wird vom statistischen Landesamt als schriftliche Befragung durchgeführt. Antworten sind per Post oder E-mail möglich. Auch die Antworten zur Haushaltebefragung können bei Bedarf schriftlich eingereicht werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter:

www.Zensus2011.de