Berlin (dpa). Im Jubiläumsjahr blickt das Goethe-Institut verstärkt in Konfliktregionen. Im Fokus befinden sich dabei die Länder Ägypten und Tunesien. "Aber wir sind keine Revolutionäre", sagte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, gestern in Berlin zum 60. Geburtstag der Institution. "Wir bieten Freiräume, die von Aktionskünstlern, Dokumentarfilmern oder Theatermachern genutzt werden", sagte Lehmann. Dabei profitiere das Institut nun von seinem jahrzehntelangen Engagement in Nordafrika und im Nahen Osten.

Mit dem Programm "Arab Shorts" bringt das Goethe-Institut im Juni junge arabische Filmemacher nach Berlin. "Gezeigt werden zahlreiche Dokumentarfilme, die während des ,arabischen Frühlings‘ entstanden sind. Darunter auch viele verbotene Filme", kündigte der Institutsleiter an.

Das Goethe-Institut ist eines der größten Kulturinstitute weltweit. Derzeit verfügt es über 149 Institute und 11 Verbindungsbüros in 93 Ländern. Vergleichbare Institute im Ausland sind das Institut français (Frankreich), das Instituto Cervantes (Spanien) und Pro Helvetia (Schweiz). Der Festakt zum Jubiläum findet am 5. Juli in der Berliner Gemäldegalerie statt.