Essen ( dpa ). Mit einer umfangreichen Ausstellung erinnert das Essener Museum Folkwang an seine großen Verluste durch die Beschlagnahme " entarteter " Kunst in der NSZeit. Erstmals nach über 70 Jahren werden vom 20. März bis zum 25. Juli in der Schau " Das schönste Museum der Welt " rund 30 Meisterwerke moderner Malerei wieder in Essen zu sehen sein – als Leihgaben aus aller Welt. Nie zuvor habe sich ein Museum so umfangreich mit diesem dunklen Kapitel seiner Vergangenheit beschäftigt, sagte Museumsdirektor Hartwig Fischer.
Insgesamt 1400 Kunstwerke hatten die NS-Machthaber 1937 aus dem Museum Folkwang " legal konfisziert und legal verkauft ", sagte Fischer.
Zu den in Essen erwarteten herausragenden Leihgaben gehören eine " Improvisation " ( 1912 ) von Wassily Kandinsky aus dem New Yorker Guggenheim-Museum, Marc Chagalls jüdisches Festtags-Motiv " Purim " aus dem Kunstmuseum von Philadelphia.