Berlin - Popmusik, Jazz und Film gehörten immer zusammen. Von den Musicals des klassischen Hollywoods über die Filme der Nouvelle Vague bis zu den Musiker-Biopics heutzutage.

Von einem Western wie "Spiel mir das Lied vom Tod" bleiben vor allem die genialen Scores eines Ennio Morricone in Erinnerung. Ohne Musik, so könnte man sagen, bleibt die Leinwand für die Imagination des Zuschauers dunkel.

Die 1983 in Houston, Texas geborene Singer/Songwriterin Kat Edmonson sucht auf ihrem neuen Album "The Big Picture" (Sony) die fruchtbare Synthese zwischen Pop und Film. Dabei hat die Amerikanerin mit der markanten Stimme keine Filmmusik komponiert, sondern legt zwölf ausgeschlafene Songs vor, die mehr oder weniger vom Kino beeinflusst sind.

Auf dem Cover des Albums posiert Kat Edmonson mit burschikoser Pagenfrisur im Stil der jungen Jean Seberg aus Godards Nouvelle-Vague-Klassiker "Außer Atem". Unbekümmert und lebensbejahend könnte man diese Attitüde nennen, die Sängerin spaziert durch die Genres und Stile wie einst die Seberg mit Belmondo über die Champs-Élysées. Sehr elegant.