Halberstadt l Das Team um Intendanten Johannes Rieger hatte in Umsetzung des Mottos „Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen“ ein facettenreiches Programm gestrickt, mit dem eindrucksvoll das künstlerische wie technische Potenzial des Hauses präsentiert wurde. Wie immer, so auch an diesem Tag Seite an Seite mit den Theaterleuten, den beiden Theaterfördervereinen aus Halberstadt und Quedlinburg mit ihren Vorsitzenden Klaus Rupprich und Ernst-Ulrich Jürgens sowie Andreas Henke (Die Linke), Oberbürgermeister der Stadt Halberstadt und Geschäftsführer des Städtebundtheaters.

Wissenswertes und Blick hinter die Kulissen

Dank der guten Taktung der Programmpunkte und einer geschickten Schwerpunktsetzung war es den Gästen möglich, ohne Stress die verschiedensten Angebote wahrzunehmen. Theaterbegeisterte und –interessierte hatten Gelegenheit, im Großen Haus und in der Kammerbühne nicht nur Wissenswertes über die nächsten Premieren zu erfahren, sondern auch den berühmten Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Zum einen stellte sich das Dreisparten-Theater mit seinen neuesten künstlerischen Produktionen vor: „Die verkaufte Braut“ von Smetana, das Ballett „Carmen“ und das Schauspiel „Clyde und Bonnie“.

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Technikshow auf der Bühne begeistert

Zum anderen konnten die Gäste unter der Führung von Intendanten Johannes Rieger, Verwaltungsdirektor Jörg Heyne und Verkaufsleiter Bertram Beier die „Unterwelt des Theaters“ kennenlernen. Fortgesetzt auf der Bühne mit der ungemein amüsanten Präsentation im Rahmen der „Technikshow“.

Dabei wurden einige Theatertricks und Geheimnisse des Bühnenzaubers offenbart. Neben der beeindruckenden Licht- und Tontechnik-Show gefiel den Besuchern vor allem die von Michel Zelas mit allerlei Blitz und Feuer und bis hin zu Goldregen demonstrierte Pyrotechnik-Vorstellung. Viele begeisterte Gäste fand auch das Mitmachtheater mit Theaterpädagogin Anja Grasmeier.

Kinder und Eltern spielen ihre Rollen

Das eine oder andere Kind nutzte gern diese Möglichkeit, um in dem vom Jugendclub entwickelten Märchen vom geizigen König – natürlich geschminkt und verkleidet – mitzuspielen. Und da zum Theaterspiel nicht nur die Schauspieler gehören, sondern auch die Bühnentechniker, übernahmen die Eltern gern diese Rolle und sorgten beispielsweise dafür, dass plötzlich Bäume wuchsen und der Fluss per Seil sicher überquert werden konnte.

Im Voraus garantiertes Wohlgefallen haben die Klassiker Glücksrad im Foyer, Kinderschminken und der Fundus mit seinen tollen Kostümen. Für einen schwungvollen musikalischen Abschluss des Tages sorgte das Orchester des Städtebundtheaters unter der Leitung von Musikdirektor Johannes Rieger. Sebastian Borucki brillierte in der Rolle des Räubers Hotzenplotz.

Mit Spontanität im Theater unterwegs

„Bis bald, auf Wiedersehen in unserem und Ihrem Theater“ – mit diesen Worten verabschiedete Johannes Rieger nach diesem Konzert die Besucher des Tage der offenen Tür. Sie wurden mit Herzlichkeit im Nordharzer Städtebundtheater empfangen und antworteten ihrerseits mit liebenswürdiger Spontanität und Freude auf die facettenreichen Angebote, das Theater mal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.