Ideen für die Päckchen

Für Kinder: Süßigkeiten wie Schokolade, Bonbons, Kekse, Gummibärchen, Spielsachen wie Puzzle, Stofftiere, Autos, Aufziehperlen, Murmeln, Lego, Schulsachen wie Stifte, Lineal, Hefte sowie Körperpflege und neue Mützen, Schals, Handschuhe und Socken.

Für Senioren: Lebensmittel wie Schokolade, Tee, Vitamintabletten, Marmelade, löslicher Kaffee, Körperpflege wie Zahnputzzeug, Duschgel und Shampoo, Haushaltssachen wie Kerzen, Schnur, Kugelschreiber, Schreibpapier.

Lebensmittel: Reis, Nudeln, Grieß, Sonnenblumenöl, Schokolade, Kekse. Wichtig: Alles muss bis mindestens 31. Mai 2017 haltbar sein. Glasbehälter bitte gut polstern.

Die Sammelstelle bei Familie Nisch befindet sich in der Genthiner Straße 10 in Havelberg. Weitere Infos unter 039387/724 94 und im Internet unter www.lio.org

Havelberg l Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Spendenaktion „Ein Päckchen Liebe schenken“ des Missionsbundes „Licht im Osten“. Seit Jahren beteiligen sich Einwohner aus der Elb-Havel-Region daran. Lange Zeit hatte Familie Schock aus Sandau alle Weihnachtspäckchen gesammelt. Inzwischen hat das Familie Nisch in Havelberg übernommen. Bis zum 14. November können Päckchen gepackt werden, die Kindern und Erwachsenen in Osteuropa und Zentralasien in der Weihnachtszeit Freude bereiten.

„Viele Partner des Missionsbundes verteilen die Päckchen in diesen schwach entwickelten Regionen. Sie gelangen zu den sozial Schwachen, vor allem in oft abgelegene Dörfer, aber auch in Kinder-, Waisen- und Seniorenheime, in Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser“, berichtet Hans-Jürgen Nisch. Er weiß darum, dass es auch bei uns genug bedürftige Menschen gibt. „Doch wir sehen die Bedürftigkeit aus einer ganz anderen Perspektive, in einer ganz anderen Dimension“, sagt der Mediziner im Ruhestand und Vorsitzende des Heimatvereins Havelberg. Er erklärt: „Bedürftig sein heißt in diesen Regionen, ganz am untersten Existenzniveau zu leben. Dinge, die für uns alltäglich sind, nehmen dort ganz besondere Plätze auf der Wunschskala ein, was auch schon an den Inhaltsempfehlungen zu erkennen ist. Zu allem Übel wird das Leben dieser Menschen durch Kriege, Stammesfehden und Glaubenskämpfe fast unerträglich – ich möchte sagen, aus unserer Sicht, unmöglich gemacht.“

Vor diesem Hintergrund hofft Hans-Jürgen Nisch, dass sich auch in diesem Jahr wieder viele Leute finden, die sich an der Aktion beteiligen und entweder Päckchen packen oder mit Geldspenden unterstützen. „Natürlich sind unsere Spenden nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber jeder dieser kleinen Tropfen vermittelt den Empfängern Tausende Kilometer von uns entfernt, dass es Menschen auf der Welt gibt, die an ihr Schicksal und ihr Leiden denken. Sie versuchen ein wenig zu helfen und die Probleme der Menschen dort zu begreifen.“

Die Päckchen sollten für Kinder und Senioren die Abmaße von 20 mal 25 mal 35 Zentimeter und das Gewicht von vier bis fünf Kilogramm nicht überschreiten. Für Lebensmittel sind 20 mal 35 mal 45 Zentimeter und fünf bis sieben Kilogramm die Grenze. Die Päckchen können bunt gestaltet werden. Sie dürfen wegen möglicher Zollkontrollen nicht fest verschlossen werden. Das übernehmen die Sammelstellen mit einem speziellen Klebeband. Die Päckchen sollten gekennzeichnet werden für Mädchen oder Junge im Alter von 3 bis 5, 6 bis 9 und 10 bis 13 Jahren, Senioren oder als Lebensmittel-Päckchen. Dankbar sind die Verantwortlichen für einen Transportkostenzuschuss in Höhe von fünf Euro pro Päckchen.