Oschersleben l Ob das Thema „Ein Tag am Meer“ wirklich so gut gewählt war, ist ungewiss. Haben doch die Schüler nun immerfort „Sommer, Sonne, Strand“ vor Augen und möglicherweise eher Ferien als Unterricht im Sinn.

Zumal aus diesem einen Tag am Meer ja 365 werden. Denn die neue Kunstausstellung des Oschersleber Gymnasiums wird ein ganzes Jahr zu sehen sein.

Und zwar im Schulgebäude in der Lindenstraße, wo sie Donnerstagabend in der Wandelhalle feierlich eröffnet worden ist. Allerdings ohne jegliche Ansätze, auch nur im Geringsten die Befürchtung zu teilen, dass all die Meeres-Motive ablenken und den Lerneifer mildern könnten.

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Motto: "Ein Tag am Meer"

Was dann wohl auch nicht passieren wird, sondern für die 770 Oschersleber Gymnasiasten die Kunst Kunst ist und die Ferien Ferien sind. Immerhin kennen die Lehrer und alle anderen an der Ausstellung beteiligten Leute ja ihre Schützlinge gut.

Nicht zuletzt Lehrerin und Schul-Fördervereinsvorsitzende Anke Hustedt. Die noch einen Erwartungs-Schritt weiter geht. Sie ist gar der Überzeugung, dass selbst die elf Badelatschen, die in „Strandalen“ umgetauft und auf die Treppenstufen zwischen Etage eins und zwei als Kunstwerk lose hingelegt worden sind, das Ausstellungsjahr überstehen.

„Vielleicht werden sie mal ein wenig verrückt, aber auch dieses Ausstellungsstück wird das gesamte Jahr über zu sehen sein“, ist sich Anke Hustedt sicher.

Zehn Werke prämiert

Die einzelnen Werke wurden von Fachleuten in Augenschein genommen. Die da sind die Kunstlehrer Andreas Boldt, Kerstin Jäger, Nadine Treher, Gabi Arend und Ulrike Engelmann. Sie haben zunächst aus der von allen 770 Schülern angefertigten Kunstwerk-Masse die ihrer Meinung nach besten 70 Ergebnisse ausgewählt.

Und dann haben sie sich diese 70 noch einmal ganz genau angesehen, um zehn Sieger zu benennen, die nicht nur einen roten Punkt unter ihr Kunstwerk bekommen haben, sondern auch noch vom Schul-Förderverein Gutscheine als Preise bekommen werden.

Viel Lob von den Besuchern

Während der Eröffnungsveranstaltung gab es für die ausgezeichneten, wie auch für all die anderen Ausstellungsstücke jede Menge Lob von den Besuchern.

Die wiederum an diesem Abend nicht nur etwas zu sehen, sondern auch etwas zu hören bekamen. Und zwar Musik von Lisa Schmdt und Luise Scholz, die mit Klavier, Gitarre und Gesang für den feierlichen Rahmen gesorgt haben.