Calbe/Damaschkeplan l Aus dem mittelalterlichen Dörfchen Balberge und späterem Vorzeigegut „Bartels Hof“ hervorgegangen, lebt es sich heute in Calbes südlichstem Teil an der Landesstraße nach Nienburg recht beschaulich. Vor kurzem hat es geregnet. Gerhard Topfmeier öffnet das Tor und tritt hinaus auf die unbefestigte Straße. Die Straße trägt den Namen Damaschkeplan, wie die gesamten Straßenzüge der kleinen Siedlung zwischen Bahnstrecke und Saale. „Schon die Nummerierung der Häuser ist eine Katastrophe für Ortsunkundige oder den Rettungsdienst“, sagt Topfmeier. Doch darum geht es ihm weniger. Der Calbenser zeigt auf die Straße vor seinem Grundstück, in deren großen und kleinen Löchern sich das Wasser sammelt. „Immer wieder hat die Stadt hier Löcher mit unterschiedlichen Materialien aufgefüllt und verfestigt“, sagt Topfmeier. Doch dadurch erhöhe sich das Straßenniveau zusehends. Wenn die Fahrbahn immer höher werde, dann laufe das Regenwasser auf sein tieferliegendes Grundstück, befürchtet der Anwohner. Mit diesem Problem habe er sich bereits an die Stadtverwaltung gewandt. Daraufhin habe es einen Vor-Ort-Termin gegeben. „Passiert ist seitdem nichts“, beklagt Topfmeier. Immer wieder die Löcher aufzufüllen bringe nur wenig, da es wenig später wieder herausgefahren werde. Vielmehr müsste der Straßenzug mit schwerem Baugerät abgezogen werden. Nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch im etwas abgelegenen Damaschkeplan müsste etwas für die Infrastruktur getan werden, spielt Topfmeier auf die Ausbesserung der Wege im Garagenkomplex in der Salzer Straße an. Bürgermeister Sven Hause kennt die Situation in Damaschkeplan: „In diesem Bereich ist die Lage nicht so akut wie in vielen anderen Bereichen der Stadt und ihrer Ortsteile, die dringlicher sind.“ Er verweist darauf, dass bei einem grundhaften Straßenausbau auf alle Anlieger nicht unerhebliche Kosten zukommen würden. „Außerdem müsste diese Maßnahme erst in den Haushalt eingestellt werden und den Stadtrat passieren. So bleibt es also vorerst bei kleineren Ausbesserungen.