Sülldorf l „Ich freue mich, dass ein langgehegter Wunsch nun endlich in Erfüllung geht“, erklärte Hans Walker (CDU) in seiner Rede während der Eröffnungsveranstaltung. „Nun kann nicht nur unfallfrei zwischen Sülldorf und Bahrendorf geradelt werden kann. Wir haben auch das Programm zum ‚Sülzeradweg’ ein Stück verwirklicht“, ergänzte der Landrat des Bördekreises. Dafür sei das Projekt in die Investitionsplanung eingeordnet worden.

Mit dem neuen Radweg würden die Ortsteile Sülldorf und Bahrendorf im Gefüge der Einheitsgemeinde Sülzetal näher zusammenrücken. Radfahrer oder Sportler mit Inlineskates können nun unabhängig vom Fahrzeugverkehr zwischen beiden Ortsteilen pendeln.

Etwa 400 000 Euro investierte der Landkreis als Rechtsträger der parallel verlaufenden Kreisstraße 1224 in den Bau des neuen Radwegs. 80 Prozent davon steuerte das Land Sachsen-Anhalt bei, die verbleibenden rund 80 000 Euro Eigenmittel wurden laut Landrat Hans Walker aus dem Investitionsprogramm des Eigenbetriebes Straßenbau des Landkreises Börde beigesteuert.

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Parallel zur Kreisstraße

Wie ein schwarzes Band schlängelt sich der Radweg parallel zur Kreisstraße. Rund vier Monate mit Winterunterbrechung waren letztlich erforderlich, um die 2,4 Kilometer lange und 2,25 Meter breite Anlage herzustellen. Unter anderem musste der Baugrund durch eine Kalkstabilisierung verbessert werden. Darauf aufbauend wurden Frostschutzschicht, Schottertragschicht, Asphalttragschicht und dann die Asphaltdeckschicht eingebaut. In den vergangenen Tagen sind die Bankette und Gräben links und rechts des Radweges profiliert worden. Die jeweiligen Anschlüsse an die Ortslagen laufen unter der Regie der Gemeinde Sülzetal.

„Die beteiligten Unternehmen haben hochwertige Arbeit geleistet und dabei Fachkunde unter Beweis gestellt “, bescheinigte der Landrat. Außerdem versprach er, dass noch in diesem Jahr Bäume und Sträucher entlang der neuen Anlage gepflanzt werden.

Im Anschuss an die Ausführungen des Landrates wurde von ihm selbst, dem stellvertretenden Sülzetaler Bürgermeister René Kellner sowie dem Bahrendorfer Ortsbürgermeister Steffen Schulze (CDU) der Scherenschnitt als offizielle Eröffnungszeremonie vollzogen. Danach ist der neue Radweg sogleich von zahlreichen Radfahrern und Inlineskatern getestet worden.

Die Fahrradstraße schließt eine Lücke im „Sülzeradweg“. Bereits im Jahr 2014 wurde die Verbindung zwischen Osterweddingen und Sülldorf gebaut. Dieser Abschnitt trägt mittlerweile den Namen „Editha-Bösche-Radweg“. Die bereits verstorbene Osterweddingerin Editha Bösche hatte sich einst für den Bau dieses Teilstückes eingesetzt und im Jahr 2011 dem Landrat des Bördekreises eine Liste mit 840 gesammelten Unterschriften von Befürwortern übergeben.