Wanzleben l Der Eine engagiert sich seit Jahren in der Kirche, für einen Anderen gehört der Brandschutz zum täglichen Leben, der Dritten liegt wiederum die Heimatgeschichte und die Pflege der plattdeutschen Mundart am Herzen, die Vierte setzt sich für den Erhalt des deutschen Liedgutes ein. Die Art der ehrenamtlichen Arbeit ist vielfältig. Was aber alle eint ist, dass sie mit ihrem Engagement einen Beitrag für ihren Heimatort und manchmal auch für die Region darüber hinaus leisten.

In der Stadt Wanzleben-Börde ist genau dieses ehrenamtliche Wirken mittlerweile seit vier Jahren eine besondere Würdigung wert. Nach der Gründung der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde ist, wie Bürgermeisterin Petra Hort (Die Linke) während des Ehrenabends am Freitag sagte, nach einer Möglichkeit gesucht worden, die Ehrenamtlichen für ihren außerordentlichen Einsatz in der Ortschaft zu würdigen. So gibt es heute nicht nur den Ehrenabend im Rathauskeller, der den würdigen Rahmen bildet, sondern auch ein Ehrenbuch. Und in eben jenes Ehrenbuch durften sich auch in diesem Jahr wieder ein paar Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit zwölf Bürger aus der Stadt Wanzleben-Börde eintragen. Vorgeschlagen wurden sie vom jeweiligen Ortschaftsrat.

Diesmal waren das der Pfarrer im Ruhestand Peter Telschow und Jörg Kleiner, die durch die Ortschaft Bottmersdorf / Klein Germersleben vorgeschlagen wurden, sowie der Domersleber Guido Behrendt, der die Ehrung auch stellvertretend für die Feuerwehr des Ortes erhielt. Ebenso wurde die außerordentliche Hilfsbereitschaft des Dreilebers Mario Finke gewürdigt und das Engagement von Reinhard Biewendt aus Eggenstedt. Der nicht anwesende Reinhard Biewendt wird sich ebenso wie Peter Telschow zu einem späteren Zeitpunkt im würdigen Rahmen in das Ehrenbuch eintragen dürfen.

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Der Groß Rodensleber Ortschaftsrat schätzte das ehrenamtliche Wirken von Karl Schulze sowie von Karlheinz Bockwoldt aus dem Ortsteil Hemsdorf für würdig ein. Aus Hohendodeleben kam der Vorschlag, Margit Vogel zu ehren, während die Remkersleber die Unterschrift von Liane Lang gern im Ehrenbuch sehen wollten. Walter Graup aus Wanzleben sowie Karin Mußmann aus dem Zuckerdorf Klein Wanzleben gehörten auch zu den Geehrten, die sich im Rathaussaal einfanden. Im Seehäuser Ortschaftsrat fiel die Entscheidung, die Ehrung postum für Helmut Schröder durchzuführen. Im Ehrenbuch unterschrieb dessen Witwe Ulrike Schröder.

„Wenn man ihn braucht, ist er da“, war ein Satz, der während der Laudationen, die zumeist von den Ortsbürgermeistern gehalten wurden, zu hören war. Und die Bürgermeisterin wusste, dass Deutschland, Sachsen-Anhalt und eben auch die Stadt Wanzleben-Börde ohne eben jene Menschen und ihr Ehrenamt viel ärmer wäre. Außerdem würden sie dazu beitragen, dass in den Ortschaften die Wurzeln nicht vergessen werden, während die Gemeinde zusammenwächst.

Die Volksstimme wird alle Geehrten und ihren außergewöhnlichen Einsatz in den kommenden Ausgaben in einer Serie vorstellen.