Magdeburg l Lachendes Auge, "weil", so Erwin Bugar, Präsident des Fußballverbandes, "sich alle auf das Turnier freuen und hoffen, dass es erneut vor ausverkauftem Haus und toller Stimmung stattfindet." Weinendes Auge, weil es eben die letzte Veranstaltung dieser Art in Magdeburg sein wird. Hintergrund: Der DFB kommt dem Ansinnen des Weltverbandes Fifa nach, ab 2016 in der Halle auf Futsal-Regeln umzustellen, was von den zwölf Erstligisten abgelehnt wird.

"Ob Ball, Spielfeld, Maße, Bodenbeschaffenheit - Futsal ist eine andere Sportart", bekräftigte die Vorsitzende des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball und Spielleiterin der Bundesliga, Margit Stoppa, machte dann aber Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt ein Fünkchen Hoffnung: "Es ist der ausdrückliche Wunsch der Vereine, dass ein Event dieser Art weitergeführt wird. Gerade die unmittelbare Nähe mit allen zwölf Erstligisten unter einem Dach ist etwas ganz Besonderes. Wir befinden uns in Gesprächen, können zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts Konkretes sagen."

Aus Sicht der Aktiven machte die Schweizer Nationaltorfrau Stenia Michel vom USV Jena noch einmal deutlich, warum die Halle so beliebt ist: "Man wird mitunter noch mehr gefordert, man muss wegen der Banden intelligenter spielen, und man ist aufgrund der Stimmung sofort voll motiviert."

Ob der Wunsch Michels erfüllt wird, besser abzuschneiden als im Vorjahr, als bereits nach der Vorrunde Schluss war, ist indes fraglich. Die Thüringerinnen erwischten bei der Auslosung - als Glücksfee fungierte Welt- und Europameisterin Renate Lingor ("Ich hatte immer total Bock auf die Halle") - die schwerste Vierer-Gruppe mit Bayern München und Titelverteidiger Turbine Potsdam, der als Viertplazierter der Bundesliga nicht wie die drei ersten VfL Wolfsburg, Bayern und 1. FFC Frankfurt gesetzt war.

Am Austragungsmodus hat sich nichts geändert. Die Gruppenersten, -zweiten und beiden besten Dritten qualifizieren sich fürs Viertelfinale, bei dem es dann im K.o.-System weitergeht. Schon gleich im ersten Spiel der Gruppe B kommt es zum brisanten Aufeinandertreffen zwischen Bayern München und Turbine Potsdam.

Turnierbeginn am Sonnabend, 17. Januar, ist um 10 Uhr. Das Finale steigt um 16.10 Uhr.

Wie Annette Seitz vom DFB-Pressestab bekanntgab, hat schon nach kurzer Zeit ein echter Run auf die Karten eingesetzt - der Wunsch Bugars könnte also in Erfüllung gehen. "Innerhalb einer Woche sind 700 Tickets verkauft worden", sagte Seitz und informierte ferner darüber, dass die Eintrittspreise nicht erhöht wurden (15 und 20 Euro, Gruppen ab 7,50 Euro). Die Kapazität der Getec-Arena für das Turnier liegt erneut bei 4634 Plätzen.