Magdeburg l Doktorarbeiten sind in der Regel lang und langweilig. Offenbar oft genug auch für den Autoren selbst. Angela Frankel, Biologiestudentin an der US-Universität in Harvard, jedenfalls muss sich sehr gelangweilt haben. Zur Ablenkung gründete sie das Internetblog "LOL your thesis". Darin - und das ist für echte Wissenschaftler wirklich eine Herausforderung - sollen Doktoranden das Thema ihrer Arbeit in einem Satz zusammenfassen. Heraus kommt die ganze Wahrheit: "Schimpansen trinken, wenn sie durstig sind", schreibt ein Biologiestudent aus dem Schweizer Neuchatel. Für einen Schweizer ist das vielleicht eine Erkenntnis. So viele Affen gibt es dort nicht.

Doch auch sonst kommt Bemerkenswertes zu Tage. Ein Maschinenbauer aus Yale schreibt: "Computer machen das, was man ihnen sagt, nicht das, was man von ihnen möchte." Und für diese Erkenntnis bekommt man einen Doktortitel. Ein Anglistiker aus Edinburgh behauptet gar: "Nachdem Menschen Maschinen erfunden haben, die Bücher drucken, gab es deutlich mehr Buch." Ach was. Ein anderer schreibt: "Ich habe Zeug in Sand fallen lassen, und dabei sind lustige Formen herausgekommen." Und ein Biologie-Doktorand gesteht: "Ich habe sieben Jahre damit verbracht, das Leben eines Tieres um sieben Prozent zu verlängern." Es ging um Eintagsfliegen.

Doch wer glaubt, deutsche Doktorarbeiten wären sinnvoller, der irrt. Ein Student aus Leipzig schreibt: "Im 16. Jahrhundert hatten die Menschen viele lustige Worte für \'Menstruation\'." Die alle aufzuzählen fehlt jetzt hier der Platz. Das ist ja keine Doktorarbeit.