Düsseldorf - Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat sich für eine klare gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe ausgesprochen.

In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur plädierte er dafür, solche Vereine und Organisationen zu verbieten, die geschäftsmäßig die Gelegenheit zur Selbsttötung vermitteln oder verschaffen wollen. Er äußerte die Hoffnung, dass eine Gesetzesreform in dieser wichtigen Frage eine möglichst breite, fraktionsübergreifende Akzeptanz finde.

Damit stellte sich Bosbach hinter die Pläne von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der jede Form der organisierten Hilfe zur Selbsttötung verbieten will. Bosbach sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass es im Bundestag eine Mehrheit dafür geben werde, die aktive Sterbehilfe zu legalisieren. Aktive Sterbehilfe - Tötung auf Verlangen - ist in Deutschland verboten. Beihilfe zur Selbsttötung - etwa das Besorgen von Gift für einen leidenden Todkranken - ist hingegen nicht strafbar.

Der krebskranke Politiker betonte, palliativmedizinische Versorgung und Hospizarbeit müssten stärker gefördert werden. In seiner Heimat Bergisch Gladbach ist er selbst in der Hospizbewegung engagiert.