Passau - Mehr als 20 000 Schulabgänger haben im vergangenen Jahr keinen regulären Ausbildungsplatz gefunden. Das geht nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" aus dem jüngsten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung hervor.

"Es gibt immer noch zu viele Bewerber, denen der Einstieg in Ausbildung nicht unmittelbar gelingt", zitiert das Blatt aus dem Bericht. Bei den unversorgten Bewerbern registrierte die Bundesagentur für Arbeit demnach einen Anstieg um 5400 auf 21 000. Das entspricht einer Zunahme um 34,5 Prozent.

Die Zahl derer, die anstelle einer Lehrstelle ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung sowie berufsvorbereitende Maßnahmen begonnen haben, stieg laut Kabinettsvorlage um 2200 auf 61 000 - eine Zunahme um 3,6 Prozent.

Vor einigen Tagen hatte bereits das "Handelsblatt" über Ergebnisse des Berufsbildungsberichts 2014 berichtet. Danach sank die Zahl der 2013 abgeschossenen Ausbildungsverträge trotz guter Entwicklung der Wirtschaft um fast vier Prozent auf 530 700.

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ging um gut 16 000 zurück. Zugleich sei die von der Bundesagentur für Arbeit registrierte Zahl unbesetzter Lehrstellen auf 33 534 "deutlich gestiegen". Der Bericht basiert auf Zahlen, die bereits im Dezember vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn veröffentlicht wurden.