Magdeburg | Und, heute schon einen Hasen (z)erlegt? Vorsicht! Denn wie wir dem süßen Osterhäschen zu Leibe rücken, verrät so einiges über unsere Persönlichkeit. Prof. Dr. Alfred Gebert aus Münster hat das Schoko-Essverhalten mal genauer unter die Lupe genommen - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Der "Ohr-Abbeißer" ist ja noch ganz harmlos - er gilt als entspannt und hilfsbereit. Niedlich ist auch der "Zerkrümler", der die Schokostückchen aus dem Bunny-Boden nascht. Er hat ein gesundes Selbstbewusstsein, aber auch schwache Momente, in denen er anlehnungsbedürftig wird.

Rabiater wird\\\'s beim "Po-Beißer". Der sucht sich gezielt die Stelle aus, wo der Hase schön moppelig ist. Kein Wunder - für diesen egoistischen Kandidaten ist das Beste gerade gut genug. Auch der abenteuer- und reiselustige "Knibbler" weiß, was er will, und bohrt dem Bunny ein Loch in die Brust. Aua!

Es gibt auch noch den "Zerstörer", der den Hasen in der Folie zertrümmert - extrem zielstrebiger Typ, aber schwer zu durchschauen. Und den "Wiedereinwickler", der ein Stück verputzt und den nackten Hasen schnell wieder bedeckt - ein Typ, der sich selbst gern bedeckt hält.

Eine ganz seltene Spezies, der "Henker", macht wenigstens kurzen Prozess: Er lässt das Hasenhaupt rollen. Immerhin ist dieser spießige Ordnungsfanatiker handwerklich begabt.

Puh, alles ganz schön harte Kost. Beim Essen denkt man doch höchstens an die Kalorien und daran, nicht zu kleckern (und einen halbwegs intelligenten Gesichtsausdruck zu machen). Kann ja keiner ahnen, dass wir dabei so viel über unsere Schokoladen- und Schattenseiten verraten.

Bei der Gelegenheit sollte gleich mal jemand erforschen, warum es Leute gibt, die aus einer pedantisch belegten Paprika-Pilz-Pizza in zwei Sekunden eine Teppichrolle formen. Oder den Boden getrennt vom Belag essen. Den ersten freiwilligen Test-Esser gibt es jedenfalls schon.

   

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