Hannover | Liebe Eltern, sollte Ihnen Ihr Sprössling Marke Teenager dieser Tage begeistert eröffnen, dass er jetzt der Schulgarten-AG beitritt, machen Sie sich keine Hoffnungen. Das Unkraut in Ihrem eigenen Garten müssen Sie auch künftig selbst zupfen. Denn aller Voraussicht nach beruht jenes Vorhaben nicht etwa auf einer spontanen Anwandlung von botanischer Leidenschaft.

Auslöser ist wohl eher ein Vorbild aus Niedersachsen, das derzeit durch die Medien gereicht wird: Die Schulgarten-AG eines Gymnasiums bei Hannover hat sich vorgenommen, Hanf anzubauen. Natürlich nur zu wissenschaftlichen Zwecken. Und auch nur Pflanzen, die wirklich überhaupt gar nicht high machen. Indianer-Ehrenwort. Sagen die Schüler. Die sind ja auch schlau. Machen schließlich Abitur.

Die Bundesopiumstelle glaubt ihnen das sogar. Ihren Segen haben die Hanffreunde. Und sie haben auch schon zehn Gramm Saatgut gekauft. Damit könnten sie eigentlich loslegen. Wären da nicht diese Spießer von der Landesschulbehörde. Die haben das Projekt vorerst auf Eis gelegt. Sie wollen das Ganze lieber noch mal prüfen.

Warum die sich nur so haben?! Selbst wenn die Schüler anfangen sollten, Teile ihres Schulgartens aufzurauchen - das muss ja nicht heißen, dass später nichts aus ihnen wird. Immerhin haben auch Hellmuth Karasek und Hans Eichel schon mal gekifft, wie sie einst gestanden. Wobei: So ganz unbedenklich kann dieser Hanf auch nicht sein. Zu den Bekennern gehören nämlich auch Jürgen Drews und Nadja Abd El Farrag.