Wiesbaden - Die Zahl der Pensionäre in Deutschland steigt. Besonders stark wächst die Zahl der Landesbeamten, die in den Ruhestand gehen, vor allem aus dem Schuldienst.

Anfang 2014 verzeichnete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach Angaben von Montag rund 626 000 pensionierte Landesbeamte, 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als doppelt so viele wie vor 20 Jahren.

Hauptgrund für den starken Anstieg sei die große Zahl pensionierter Lehrer, die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt worden waren, teilten die Statistiker mit. Damals war der Bedarf an Lehrern wegen des Babybooms gewachsen.

Insgesamt gab es Anfang 2014 bei Bund, Ländern und Gemeinden rund 1,2 Millionen Pensionäre des öffentlichen Dienstes. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Von den rund 59 100 Beamten, die 2013 in Pension gingen, wurden 17 Prozent wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Das sei der niedrigste Anteil seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993, berichtete das Bundesamt.

Den höchsten Stand hatte es im Jahr 2000 gegeben, als 62 Prozent der neu pensionierten Beamten dienstunfähig waren. Damals stand die Regelung kurz bevor, nach der es für frühzeitig pensionierte Beamte Abschläge von bis zu 10,8 Prozent an der Pension gibt.