Sehr geehrter Herr Knoch,

bezugnehmend auf Ihren Aushang am Erfurter Wirtshaus Noah bewerbe ich mich hiermit auf die angebotene Stelle als Kellnerin.

Als ich vor Ihrer Eingangstür das Anforderungsprofil studierte, fühlte ich mich sogleich angesprochen. Besonders zutreffend auf meine Person sind die Beschreibungen "Ethnie schnurz" und "Quali schnurz". Denn zufällig gehöre ich irgendeiner von vielen Ethnien an und verfüge über keinerlei Qualifikation, die mir und Ihrer Lokalität in einer Kellner-Tätigkeit zugute käme - abgesehen vielleicht von der Fähigkeit, alkoholisierte Menschen vor die Tür zu geleiten. Erfahrung, schreiben Sie in Ihrem Aushang, stelle kein Hindernis dar. In diesem Punkt müssen Sie bei mir jedoch ohnehin keine Befürchtungen hegen. Auch die Voraussetzung "Alter fast schnurz" erfülle ich zur Gänze: Im Alltag bin ich weder auf einen Kinderwagen noch auf einen Rollator angewiesen.

Hinzu kommt, dass die Stellenbeschreibung auch meinen persönlichen Interessen entspricht. Denn mit "Verdienst überdurchschnittlich" kann ich mich voll und ganz identifizieren. Ich habe mich sogar schon damit auseinandergesetzt, welche Aufgabe ich in meiner neuen Tätigkeit als erstes in Angriff nehmen würde: die Entfernung der "brutal harten Arbeit" aus meinem Zuständigkeitsbereich. So sehr, wie die Stelle dann zu mir passen würde, könnte man schon von göttlicher Fügung sprechen - vorausgesetzt, Ihnen ist auch meine Religion schnurz.

Auf unser persönliches Kennenlernen freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Elisa Sowieja