Tzschochau | Zauberspüche lernen, auf Besen fliegen, Hexentränke brauen - Studenten, die eine Auszeit von Maschinenbau, Betriebswirtschaftslehre oder Medizin brauchen, können im kommenden Frühjahr Seminare in ganz zauberhaften Fächern besuchen. Auf der Burg Tzschocha im niederschlesischen Polen, nahe Görlitz und keine vier Autostunden von Magdeburg entfernt, soll am 16. April für vier Tage die Hochschule für Zauberei ihre Pforten öffnen. Jeder der maximal 114 Zauberschüler, die sich dort für eine Gebühr von 280 Euro einschreiben, bekommt einen Umhang, ein Zauberbuch und eine Krawatte in einer der fünf Hausfarben. Zauberstäbe sind - natürlich - selbst mitzubringen, denn jeder Aspirant hat ja bereits sieben Jahre Ausbildung in der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei in Schottland hinter sich und ist ein UTZ ("unheimlich toller Zauberer").

Nun gilt es, das magische Wissen in Fächern wie Heilkunst, Fluchbrechen oder magischer Zoologie zu vertiefen. Die jungen Leute aus Polen und Dänemark, die das aufwändige Rollenspiel organisieren, wollen in den Wäldern Polens die Welt des aus den Romanen von J.K. Rowling bekannten Zauberschülers Harry Potter wieder auferstehen lassen - nicht mit Spezialeffekten, aber der Kulisse einer geheimnisvollen Burg und jeder Menge Drama.

Wer mindestens 18 Jahre alt und der Muggelsprache Englisch mächtig ist, kann sich ab 11. Dezember im Internet einschreiben. Wer weiß - vielleicht helfen die Seminare im späteren Berufsleben dabei, Kunden und Kollegen zu bezaubern.