Newcastle (dpa/vs) | Männer sind Idioten und machen idiotische Sachen. Wer das bisher nur im Stillen gedacht hat, darf sich jetzt wissenschaftlicher Unterstützung erfreuen. Britische Forscher des Institute of Cellular Medicine in Newcastle haben errechnet, dass der überwiegende Teil der Darwin-Award-Träger männlich ist. Dieser Preis wird - meist posthum - an Menschen vergeben, die sich auf besonders dumme Weise versehentlich selbst eliminiert haben.

Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie. Er "ehrt diejenigen, die den menschlichen Genpool verbessern, indem sie sich selbst daraus entfernen", heißt es auf der Webseite. Zu den Nominierten gehört zum Beispiel ein Dieb, der ein Stahlseil aus einem Aufzugsschacht stehlen wollte. Leider hatte er beim Abmontieren nicht berücksichtigt, dass er noch im Lift stand - und rauschte in den Tod. Oder der Terrorist, der eine Briefbombe mit zu geringem Porto verschickte und den Brief nach der Rücksendung öffnete.

Die Wissenschaftler stellten fest: Von 318 Darwin-Award-Nominierten zwischen 1995 und 2014 waren 282 Männer und nur 36 Frauen. Ihre Ergebnisse deckten sich mit der "Theorie von den männlichen Idioten". Diese besage, dass sie risikobereiter sind und öfter in der Notaufnahme landen, weil sie schlicht Idioten sind und Idioten eben idiotische Sachen machen. Zum Beispiel die drei Männer, die in einer Variation des russischen Roulettes abwechselnd Schnaps tranken und danach auf einer Landmine herumtrampelten.