Bad Hersfeld (dpa) | Der Reisebus stürzte auf der Autobahn 4 die Böschung hinunter und überschlug sich. Mehr als 40 weitere Personen wurden verletzt. Der Bus kam ersten Erkenntnissen zufolge auf den Rädern wieder zum Stehen.

"Ob sich noch Personen unter dem Fahrzeug befinden, wird aktuell geklärt", teilte die Polizei mit. Die Reisenden stammten aus Baden-Württemberg und waren auf dem Weg nach Leipzig, um dort den Jahreswechsel zu feiern, sagte eine Sprecherin des Reiseveranstalters am Dienstag in Hanhofen bei Speyer.

Offenbar löste ein Autofahrer die Katastrophe aus: Der Wagen kam zwischen dem Autobahndreieck Kirchheim und der Anschlussstelle Bad Hersfeld in Fahrtrichtung Osten ins Schleudern und prallte gegen den Bus. "Warum er (der Wagen) ins Schleudern gekommen ist, dazu können wir noch nichts sagen", sagte der Sprecher der Polizei in Fulda, Thomas Rodemer.

Daraufhin verlor der Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, der Bus durchbrach eine Leitplanke und stürzte etwa 50 Meter eine Böschung hinunter. Die Scheiben des Busses zerbarsten, das Dach wurde zum Teil eingedrückt.

Ein zweiter Bus sei dem Unglücksbus im Abstand von einer halben Stunde mit dem gleichen Ziel gefolgt. "Der hat es hautnah mitbekommen", sagte Mathilde Nuber, Geschäftsführerin des Busunternehmens. Die Insassen, von denen einige mit den Passagieren des verunglückten Busses bekannt seien, würden nun in einem Zentrum des Roten Kreuzes betreut. "Von einem Ehepaar wissen wir, dass Freunde in dem anderen Bus saßen", berichtete die Geschäftsführerin.