Der schnelle Weg vom Biergarten nach Hause könnte sich bald schwierig gestalten. Grund: Der 53. Verkehrsgerichtstag will nächste Woche in Goslar das Thema "Radfahrer und Alkohol" schwerpunktmäßig behandeln. Ernsthaft im Gespräch ist, den erlaubten Grenzwert von bislang 1,6 Promille auf 1,1 Promille zu senken. Wer mehr Dampf auf dem Kessel hat, müsste dann seinen Autoführerschein abgeben.

1,1 Promille - die sind nach einer gemütlichen Runde schnell erreicht. Sollen die Beschwingten dann alle zu Fuß nach Hause schwanken? Oder jedesmal ein Taxi rufen? Das wird teuer. Straßenbahn? Gibt es nur in Magdeburg. Da bleibt wohl bald nur noch die Alternative, laut singend von Laternenpfahl zu Laternenpfahl zu schlendern. Mal sehen, wann das auch noch verboten wird.

Ob der neue Fahrrad-Pegel wirklich kommt, entscheiden übrigens die Politiker. Häufig folgen die den Empfehlungen dieses Verkehrsgerichtstages. Diesmal garantiert. Politiker haben schließlich Chauffeure.