Köln - Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen stellt Sportvereine und Sportlehrer zunehmend vor Probleme. In bundesweit immer mehr Städten werden Feldbetten für Asylbewerber aufgestellt - Sportler haben dann das Nachsehen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Walter Schneeloch vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) forderte die Kommunen auf, den Sportbetrieb nicht dauerhaft zu unterbrechen. Ein funktionierendes Sportangebot könne auch bei der Eingliederung von Flüchtlingen helfen. "Denn Sportvereine können eine erste Anlaufstelle und ein Anker für Flüchtlinge in der neuen Umgebung sein", sagte er.

Auch beim Sportunterricht der Schulen gibt es Einschränkungen. In Bayern seien bei den 5000 Schulen etwa 100 Sporthallen derzeit mit Flüchtlingen belegt, sagte der Präsident des Bayerischen Lehrerverbands, Klaus Wenzel. Für den Schulsport sei das aber bald kein Problem mehr: "Es kommt der Frühling, und da können die Schüler den Sportunterricht im Freien abhalten", sagte er.