Magdeburg l Auf ihrer Tournee durch Deutschland gastierte die Show "Falco meets Mercury" am Montagabend in der Magdeburger Stadthalle. Rund 600 Fans verfolgten das Gipfeltreffen der Helden ihrer Jugend, hörten die größten Hits, sangen mit, jubelten und waren begeistert von diesem himmlischen Treffen.

Diese Euphorie, die sie im Osten Deutschland ganz besonders spüren, freut die Hauptdarsteller: Axel Herrig, der bereits im Erfolgsmusical "Falco meets Amadeus" über 1000 Mal als der österreichische Exzentriker auf der Bühne gestanden hat und dem die Rolle förmlich auf den Leib geschneidert ist; Sascha Lien als Freddie Mercury, der in "We will rock you" die Hauptrolle hatte; sowie die englische Sängerin Aino Laos, die zuletzt als Königin in "SnoWhite" überzeugte. Sie stellt die "Rock Goddess" dar, die Falco und Freddie in der Zwischenwelt begrüßt und fragt: Was war ich? Was bin ich? Was will ich sein? Falco entgegnet: "Muss ich denn sterben, um zu leben?" und Freddie: "Who wants to live forever, when love must die?" Denn beide Stars wurden früh aus ihrem Achterbahn-Leben gerissen: Falco starb 1998 bei einem Autounfall, der kranke Freddie Mercury 1991. Drogen, Sex und Skandale prägten das ruhmreiche Leben beider Stars.

An der Pforte zum Jenseits ziehen sie Bilanz. Das Publikum begleitet die Sänger auf der Reise durch ihr Leben. Beide Darsteller sind bemüht, keine Nachmacher der echten Stars zu sein, "wir ziehen einfach nur den Hut vor ihnen. Denn beide waren perfekt, aber sind verbrannt am harten Musikgeschäft". Nicht nur mit ihren harmonisch zusammenpassenden Stimmen stehen die Darsteller den Originalen kaum in etwas nach, sie ahmen auch Gestik und Mimik nach und lassen Falco und Freddie für zwei Stunden auf der Bühne lebendig werden.

Nach etwas verhaltenem Start lassen sich die Magdeburger schnell in den Bann ziehen. Für perfekten Sound sorgt die Bohemian Band, die zurückgesetzt mit auf der Bühne steht. Die "Mephisto Dancers" setzen die Songs darstellerisch um, aufwendige, quietschbunte oder auch aufreizende Kostüme prägen das ansonsten recht spärliche Bühnenbild.

Von Müdigkeit nach knapp der Hälfte der Tournee ist Sängern und Tänzern nichts anzumerken, sie geben drei Zugaben. Zu Jahresbeginn in Berlin gestartet, geht es jetzt weiter nach Koblenz, Düsseldorf, München, Wien ..., bevor Falco und Mercury am 1. und 2. Mai im Berliner Admiralspalast ihr Gastspiel auf der Erde beenden und zurück in den Himmel steigen.

Axel Herrig verrät, dass auch für 2016 eine Tournee im Gespräch ist, "das hängt vom Erfolg ab". Dann dürfte dem wohl nichts im Wege stehen.

Mehr dazu unter www.falcomeetsmercury.com