Berlin - Trotz interner Machtkämpfe und zuletzt schlechteren Umfragewerten freut sich die AfD weiter über Mitgliederzuwachs. "Wir verzeichnen nach wie vor einen Aufwärtstrend mit rund 100 Eintritten netto monatlich", sagte Parteisprecher Christian Lüth dem Handelsblatt (Online).

Der Rücktritt von Hans-Olaf Henkel aus dem AfD-Bundesvorstand und der Richtungsstreit in der Parteispitze hätten sich nicht auf die Mitgliederstatistik ausgewirkt.

Laut einer internen Auswertung, die dem "Handelsblatt" vorliegt, zählte die Alternative für Deutschland (AfD) am 29. April 21 226 Mitglieder. Hinzu kommen 1502 sogenannte Förderer, die bei Bundesparteitagen allerdings nicht stimmberechtigt sind, aber regelmäßig spenden.

Lüth wies darauf hin, dass die Parteieintritte von den Kreisverbänden erfasst und dann "nach oben" gemeldet würden, während die Austritte direkt über die Bundesgeschäftsstelle in Berlin liefen. "Das heißt, dass sich eine gewisse zeitliche Verzerrung ergibt." Am positiven Trend ändere dies aber nichts.

Die AfD war 2013 von Gegnern der Euro-Rettungspolitik gegründet worden. Sie scheiterte bei der letzten Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde und ist heute in vier Länderparlamenten vertreten.