Berlin - Im Kampf gegen steigende Einbruchskriminalität stellt der Bund 30 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Zuschüssen sollen Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter ihr Zuhause besser vor Einbrüchen schützen.

Das Programm soll mit dem Nachtragshaushalt des Bundes am Donnerstag vom Bundestag verabschiedet werden. Zuvor hatte der Haushaltsausschuss grünes Licht gegeben, wie Unions-Haushaltsexperte Eckhardt Rehberg (CDU) mitteilte.

Den Zeitungen "Bild" und "Die Welt" zufolge sollen für das laufende und die beiden nächsten Jahre jeweils zehn Millionen Euro bereitgestellt werden. Das Programm solle ab dem Herbst über die Staatsbank KfW laufen. Voraussetzungen und konkrete Förderhöhe müssten laut "Bild" noch formuliert werden.

Nach Angaben der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, können die Zuschüsse für die Investitionen in einbruchsichere Türen, Schlösser oder Fenster zusätzlich zu der steuerlichen Absetzbarkeit der Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden. Der "Welt" zufolge muss die Mindestsumme für die Investition 500 Euro betragen. 20 Prozent der Gesamtsumme würden gefördert, der maximale Zuschuss aber betrage 1500 Euro. Eine Voraussetzung sei, dass der KfW vor Baubeginn mindestens zwei Angebote vorgelegt werden, beziehungsweise ein Angebot einer zertifizierten Fachfirma.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um 1,8 Prozent auf 152 123 gestiegen, so viel wie seit rund 15 Jahren nicht mehr.