Gaza/Tel Aviv (dpa/AFP) l Vier Wochen nach Ausbruch des Gazakrieges hat in Nahost eine dreitägige Waffenruhe begonnen. Ägypten hatte die Feuerpause zwischen Israel und militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen vermittelt. Nächstes Ziel ist jetzt eine längerfristige Vereinbarung. Dazu sollen Delegationen Israels und der Palästinenser indirekte Gespräche in Kairo führen.

Die einen Monat lange Offensive Israels im Gazastreifen hat schwere Verwüstungen hinterlassen. Bis Dienstagnachmittag wurden laut palästinensischen Rettungskräften 1867 Palästinenser im Gaza- streifen durch israelische Angriffe und bei Gefechten getötet, mehr als 9500 wurden verletzt. Die UNO identifizierten bislang 1527 Tote namentlich, von denen 1312 Zivilisten waren.

Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten getötet, es war damit der schwerste Verlust seit dem Krieg im Südlibanon im Sommer 2006. Durch den Beschuss aus dem Gazastreifen wurden im Süden Israels zudem drei Zivilisten getötet.

Nach Beginn der Waffenruhe begaben sich am Dienstag viele Einwohner zurück in ihre Wohnviertel.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßte am Dienstag die Zerstörung der 32 Tunnel im Grenzgebiet. "Es gibt keine hundertprozentige Erfolgsgarantie, aber wir haben alles getan, um das bestmögliche Resultat zu erzielen."

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