Von 1984 an kämpfte die kurdische PKK mit Gewalt für einen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. Dabei kamen bisher rund 40000 Menschen ums Leben. Inzwischen ist die PKK nach eigenen Angaben von der Forderung eines unabhängigen Staates abgerückt. PKK-Führer Abdullah Öcalan sitzt seit 1999 auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali in Haft. Das Hauptquartier der Organisation liegt in den irakischen Kandil-Bergen.

Ende 2012bestätigte die damals von Recep Tayyip Erdogan geführte türkische Regierung, dass sie mit Öcalan über die Beilegung des Konflikts spreche. Im März 2013 erklärte die PKK eine Waffenruhe. Beide Seiten bemühen sich um einen Friedensprozess. Die Kurden werfen der türkischen Regierung aber mangelnde Unterstützung gegen den IS vor. Bei Protesten für den Schutz Kobanes kamen in der Türkei mehr als 30 Menschen ums Leben. (dpa/sh)