Sachsen-Anhalts Flutkartenpräsentation wirkt nicht perfekt. Der Aufruf der Karten im Netz ist umständlich, die Legende ist für Laien zum Teil unverständlich, und Erklärungen sind in einem langen Text versteckt. Da die 2013er Daten ohnehin noch nicht eingearbeitet werden konnten, hätte Sachsen-Anhalt besser daran getan, am Internetauftritt zu feilen, um eine runde Sache zu präsentieren.

Inhaltlich sind solche Risikokarten eine gute Sache. Doch es müssen weitere Schritte folgen. Dazu gehören Bauverbote oder Vorschriften für flutangepasstes Bauen. Dazu passt auch eine Pflichtversicherung für Flut und Starkregen, die möglichst alle Hausbesitzer zahlen, damit die Versicherungskosten auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Der Staat wird im Ernstfall zwar immer ein helfendes Gnaden-Geld locker machen, doch das dürfte bei zunehmender Katastrophenhäufigkeit künftig niedriger ausfallen. Zwangspolicen sind nicht problemfrei, ja. Aber so, wie es jetzt ist, kann es auch nicht bleiben.