Österreichs Sieg beim Eurovision Song Contest war überraschend, aber verdient. Niemand hat im Vorfeld damit gerechnet, dass es die Popballade "Rise like a Phoenix" an die Spitze schaffen würde. Die Konkurrenz war dieses Jahr außergewöhnlich stark, in den Jurywertungen lagen andere Länder vorne.

Österreichs Erfolg lag nicht zuletzt an der Erscheinung von Conchita Wurst, die in Windeseile sämtliche Sympathien auf sich zog. In seinem Heimatland erntete der Travestiekünstler Tom Neuwirth für seine Teilnahme Häme, in Kopenhagen wurde er zum gefeierten Star und zur Symbolfigur für Respekt und Toleranz. Aus seiner Homosexualität hat Neuwirth alias Conchita nie ein Geheimnis gemacht. Das hat den Zuschauern gefallen. Mit dem Abstimmungsergebnis hat Europa ein Zeichen gegen Homophobie gesetzt. Dass Conchita zum ESC passt, hat sie mit ihrer kraftvollen Stimme und dem professionellen Auftreten bewiesen. Österreich kann stolz sein auf diesen Triumph.