Die Bundeswehr bleibt trotz zahlreicher Auslandseinsätze auch fast 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg eine Armee, die nicht kämpft. Noch akzeptieren das die verbündeten Truppen. In Afrika kämpfen die Franzosen. Die Deutschen sind Dienstleister. In Afghanistan haben sie die Aufgabe präsent zu sein. Kämpfen tun die Amerikaner. Die Deutschen bilden aus, klären auf und stellen die Lazarette. Falls ein Kampfeinsatz sich gar nicht vermeiden lässt, werden Kommandospezialkräfte eingesetzt, insgesamt nur gut 1000 von knapp 183 500 Soldaten.

Die Bundeswehr leidet. Im Inland ungeliebt. Im Ausland Hilfsarmee. Keine Regierung versucht ernsthaft, den Bürgern die Verdienste und Aufgaben der Bundeswehr zu vermitteln. Man fürchtet den öffentlichen Aufschrei, der Horst Köhler aus dem Amt gejagt hat. Es gibt nicht einmal einen breiten Konsens über die Aufgaben der Bundeswehr. Solange die anderen kämpfen, kann die Politik herumlavieren. Aber schon in Afghanistan murrten die Verbündeten.