Die von der EU beschlossenen Wirtschaftssanktionen gegen Russland könnten für Sachsen-Anhalt verheerende Auswirkungen haben. Dem Bundesland droht zum zweiten Mal innerhalb seiner jungen Geschichte schwerer ökonomischer Schaden nur dadurch, dass es intensive Handelsbeziehungen zu Russland unterhält.

Nach der Wende war es der Schwermaschinenbau, der durch seine Ausrichtung auf die Sowjetunion unter Marktbedingungen faktisch über Nacht zu Boden ging. Aus einer brummenden Industrielandschaft wurde eine Brache, die nur unter größten Anstrengungen wiederbelebt werden konnte.

Doch nun funkt die große Politik - außerstande, eine Friedenslösung für die Ukraine zustande zu bekommen - dazwischen. Skandalös dabei ist, dass Frankreich noch Kriegsschiffe an Russland liefern darf, während womöglich im mitteldeutschen Chemiedreieck wegen fehlender Rohstoffe das Licht ausgeht. Politik