Die Sachsen-Wahl hat der FDP einen weiteren Tiefschlag versetzt. Das Ergebnis ist nicht dazu geeignet, dass die Liberalen optimistisch in die Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen gehen können. Ob - und wenn ja - in welchen Zeiträumen die FDP wieder aus dem Tal der Tränen kommt, ist derzeit völlig offen. Auch die neue Parteispitze um Christian Lindner und Wolfgang Kubicki wird noch viel Zeit und Überzeugungskraft brauchen, um verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Zumal die euroskeptische Alternative für Deutschland momentan auf der Überholspur ist.

Die AfD befindet sich derzeit zwar noch in einem Selbstfindungsprozess und punktet vor allem als Protestpartei. Doch sollte sich die AfD personell wie strukturell festigen und auch ihr inhaltliches Angebot ausbauen, kann sie durchaus für längere Zeit in der bundesdeutschen Politik mitmischen. Für die FDP wiederum würde eine weiter erstarkende AfD existenzbedrohend werden.