Wer bestellt, der zahlt. Durch das neue Gesetz ist Schluss mit dem Prinzip, dass Neu-Mieter automatisch den Makler zahlen. Das spricht den Mietern aus der Seele. Sie regen sich seit langem auf, dass sie bei Vertragsunterzeichnung Tausende von Euro zahlen sollen, nur weil der Makler ihnen für zehn Minuten die Wohnung gezeigt hat. Zu befürchten ist, dass Vermieter die Maklerkosten auf die Miete umlegen oder als Abstandszahlung für Inventar oder Küche deklarieren. Ein weiterer Haken: Um nicht ständig Maklerkosten zahlen zu müssen, könnten Vermieter Kündigungen in den ersten Jahren vertraglich ausschließen lassen. Nur bedingt schöne Aussichten für Mieter.

Den Maklern dürften durch das neue Gesetz einige Einnahmen wegbrechen. Wohnungseigentümer werden auf Makler verzichten und selbst Mieter suchen. Denkbar ist zudem, dass Vermieter bei leicht vermittelbaren Wohnungen nicht immer bereit sind, die bisher üblichen zwei Kaltmieten plus Mehrwertsteuer zu löhnen.