Wenn das Ausstellungszentrum "Arche Nebra" unter Besuchermangel leidet, liegt das nicht daran, dass dort nur die Kopie der Himmelsscheibe gezeigt wird. Läge dort das Original hinter Panzerglas, kämen auch nicht viel mehr Besucher in das abseits gelegene Saale-Unstrut-Tal. Es ist richtig, diesen Fund dort zu zeigen, wo viele geschichtsinteressierte Menschen hinstreben. Das Landesmuseum in Halle bietet den angemessenen Rahmen für diesen Jahrhundertfund.

Was Orte wie die "Arche" von Nebra oder das Sonnenobservatorium in Goseck brauchen, ist eine bessere touristische Verknüpfung. Das Projekt "Himmelswege" zielte in diese Richtung und gehört, wenn die Besucher ausbleiben, auf den Prüfstand. Offenbar reicht es in der Provinz nicht, wenn etwas einfach nur da ist, es muss auch mehr mit Veranstaltungen belebt werden. Und wenn es abenteuerliche Angebote sind wie Heilpflanzen-Märkte, Druiden-Treffen oder mittelalterliche Sportspiele.