Das Wintersemester beginnt, und wer erwartet hatte, dass die Schulabgänger angsterfüllt einen weiten Bogen um Sachsen-Anhalts Hochschulen machen, wird wohl enttäuscht: Die Hörsäle sind wieder voll. Die Uni Halle-Wittenberg ist noch mittendrin bei der Vergabe der letzten Plätze und kann verlässliche Zahlen noch nicht nennen. Bei den Hochschulen im Norden des Landes ist die Zahl der Bewerber und der Zulassungen stabil. Das rückt einiges zurecht.

Im erbitterten Streit ums Geld haben einige den Eindruck erweckt, die Landesregierung strebe eine akademikerfreie Zone an, zerstöre mit Mutwillen den Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt. Nun ja.

In der kommenden Woche wollen die Unis Halle und Magdeburg ihren Hochschulentwicklungsplan beschließen. Dann steht endgültig fest, welche Bereiche eine Zukunft haben und welche nicht. Gut wäre, wenn das der Abschluss der Debatte wäre und nicht der Beginn der nächsten Kontroverse.