Schöne Straßen, viele Vereine, eine tolle Familienförderung - keine Frage, die Gemeinde Barleben hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem attraktiven Wohnumfeld gemausert. Kosten wurden nicht gescheut. Doch nun, nachdem die Gewerbesteuern erheblich eingebrochen sind, zeigt sich: Die Gemeinde hat auf zu großem Fuß gelebt.

Zehn Millionen Euro für eine neue Sporthalle sind für die 9000-Einwohner-Gemeinde wohl ebenso wenig notwendig gewesen wie ein ganzes Unternehmerbüro. In den guten Jahren klang das freilich verlockend - doch nun, in den mageren Zeiten, müssen die Bürger mit den Konsequenzen leben: Steuern, Abgaben und Eintritte werden erhöht.

Das wäre vermeidbar gewesen. Hätten Verwaltung und Gemeinderat mit mehr Augenmaß investiert und mehr Rücklagen gebildet, wäre die Situation nun leichter. Bürgermeister und Stadtrat sind deshalb in der Pflicht, dieses selbst eingebrockte Problem mit einer verantwortungsvollen Konsolidierung zu lösen.