Das war zu erwarten: Die Polit-Satire "The Interview" wurde doch in ausgewählten Kinos vor vollem Rängen gezeigt. Zu groß war die Aufregung um den Streifen und die anonymen Anschlagsdrohungen. Ganz passabel oder einfach nur platter Plot, die Qualität des Filmes ist völlig egal geworden. Gefeiert wird, dass Sony doch nicht richtig einknickte. Die Freiheit der Meinung ist ein hohes Gut, die der Kunst ebenso. Aber in Hollywood ging es nie wirklich darum. Es ging schon immer mehr ums Geschäft.

Unabhängig davon bleibt vieles nebulös. Wie konnte es zum Klau vertraulicher Dokumente beim Unterhaltungskonzern kommen? Und wer steckt tatsächlich hinter all dem? Anstatt Klarheit gibt´s Schubladendenken. Obama meldete sich zu Wort, Nordkorea ebenfalls. Was folgte, waren ein Internetausfall in Nordkorea, dann ein Hackerangriff auf Online-Plattformen zu Weihnachten - betroffen ist auch Sony. All das wirkt wie in einem schlechten Film.