Die D-Mark heißt jetzt Euro - und sonst ändert sich nichts. So wurde den Deutschen die neue Währung schmackhaft gemacht. Spätestens mit dem Ankauf von Staatsanleihen muss nun D-Mark und deutsche Geldpolitik zu Grabe getragen werden.

Die EZB ist eine Notenbank wie die der USA oder Japan. Und ihre Politik richtet sich nicht mehr nach den wenigen starken Volkswirtschaften in Euroraum, die sich darauf beschränken könnten, ihre Währung stabil zu halten. Die EZB will und muss anders als die Bundesbank die Konjunktur steuern. Sie betreibt Wirtschaftsförderung in einer Dauerkrise und stützt öffentliche Haushalte.

Deutschland haftet für die Risiken der Geldvermehrung. Niemand kann heute sagen, ob dies langfristig von Nachteil ist. Auch wenn der Euro nicht mehr so stark wird wie D-Mark oder Schweizer Franken, die großen Volkswirtschaften im Euroverbund werden dafür sorgen, dass er anders als früher Lira oder Drachme auf berechenbarem Kurs bleibt.